Dienstag, 31. Dezember 2013

Event Trends 2014 - The Age of Context




Ein interessantes Buch im Jahr 2013 war für mich die Empfehlung eines netten Kollegen: The Age of Context von Robert Scoble und Shel Israel.

Hier schreiben die Autoren über die 5 forces: mobile, data, sensors and location-based technology.

Verbunden mit Social Media entwickelt sich eine neue Generation personalisierter Technologie.



Wie sich dies für Stadionbesucher entwickeln kann, beschreiben die Autoren ungefähr so:



„Die National Football League NFL ist eine der weltweit lukrativsten Sportorganisationen. 2012 belief sich der Umsatz auf 8.8 Milliarden USD. Trotzdem hatte sich die Anzahl der Stadionbesucher ligaweit um 2% verringert und diese repräsentieren das profitabelste Segment des NFL Umsatzes, nicht nur aufgrund der hohen Eintrittspreise sondern auch wegen des Getränke- und Essenskonsums sowie der Merchandising-Produkte, die in den Stadien verkauft werden. Mit Bier und Softdrinks wird bei einem Spiel 70% des Umsatzes gemacht!



Der Größte Wettbewerber ist gleichzeitig einer der lukrativsten Verbündeten: HDTV.

Immer mehr Fans bleiben einfach zuhause oder schauen sich die Spiele in einer Sportsbar an. Durch die vielen Kameraperspektiven und guten Sound sehen TV-Zuschauer das Spiel besser als von jedem Platz im Stadion.



Um diesem Trend Einhalt zu gebieten setzte die NFL auf Contextual Technologies. Für einen Testlauf wurde das Gillette Stadium mit den New England Patriots ausgewählt.

Ab September 2013 wurde eine Technologie eingeführt, die es Stadionbesuchern ermöglicht, das Spiel auf ihren Tablets und Smartphones in einer besseren Qualität als zuhause zu sehen. Hierzu war erforderlich, das gesamte Stadion mit einem WiFi auszurüsten, so dass 70.000 Besucher gleichzeitig online gehen können, ohne dann bei ihrem Gerät irgendwelche Aussetzer zu verspüren. HD-Kameras wurden im gesamten Stadion verteilt. Eine dieser Kameras verfolgt allein Tom Brady, den Quarterback der New England Patriots. Die Idee dahinter: Verschaffe dem Fan Einblicke, die vorher nicht möglich waren und ausserhalb des Stadions nicht möglich sind.



Seit 2013 können Premium-Fans ihre mobilen Geräte nutzen, um Essen und Getränke zu bestellen und diese mobil bezahlen. Wenn die Bestellung bereit ist, erhält der Kunde eine Nachricht und kann sich diese am Express-Schalter abholen. Kurz darauf ist er wieder auf seinem Platz und verpasst kaum etwas vom Spiel. Mit Hilfe von Apps kann der Besucher prüfen, welche Toilette am nächsten und wie lang dort die Schlange ist.



Durch die Analyse der Ess- und Trinkgewohnheiten der teilnehmenden Premium Fans können die Patriots Kosten reduzieren und besser planen.“


Etwas weiter hinten in dem Buch, gehen die Autoren auf weitere Möglichkeiten von Pinpoint-Marketing ein:

„ Die Patriots werden Daten über das Komsumverhalten ihrer besten Kunden sammeln. Sie sammeln Informationen darüber, was diese bestellen und wann. Viele Kunden werden die gleiche Bestellung zur etwa gleichen Zeit abgeben. Nehmen wir an, diese wäre Steak und ein Bier, welches der Kunde 15 Minuten vor der Pause mit seiner App bestellt und drei Minuten nach Beginn der Pause am Express-Schalter abholt. 50 bis 100 Fans erhalten nun an einem Spieltag das Angebot, eine Stunde vor dem Spiel ein Steak und ein Glas Rotwein mit 40% Discount im hauseigenen Restaurant einzunehmen. Wenn der Kunde im Restaurant eintrifft, wird er durch sein Online Foto von der Bedienung erkannt und an seinen Tisch geführt, wo schon das Glas Rotwein auf ihn wartet und er sein Steak Minuten später serviert bekommt. Vielleicht werden aus diesen Kunden Stammkunden.

Doch da ist noch mehr. Am gleichen Spieltag beschwert sich ein Fan, der in der langen Getränkeschlange steht, auf facebook über die Premium Fans am Express-Schalter. Kurz darauf erhält er eine Nachricht von den Patriots, in der ihm ein Frei-Ticket für den Express-Schalter und ein Freigetränk beim nächsten Spiel angeboten wird.“


Schöne neue Social Media Welt also.
In ihrem Buch gehen die Autoren auch auf Privacy ein, sind aber der Meinung, dass der Nutzen überwiegen wird. Jeder muss sich selbst entscheiden, ob er mitmachen will. Die guten Angebote werden aber nur diejenigen erhalten, die teilnehmen.

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